In seiner Rede übermittelte To Lam drei zentrale Botschaften: Erstens: Die Identifizierung der epochalen strategischen Verschiebungen. Zweitens: Die zunehmende Übereinstimmung von Visionen, Werten und dem Denken der „strategischen Autonomie“ zwischen Vietnam und der EU. Drittens: Bahnbrechende strategische Ausrichtungen für die Beziehungen zwischen Vietnam und der EU, wobei die vietnamesisch-belgischen Beziehungen als treibende Kraft und lebendigster Beweis dienen.
KPV-Generalsekretär und Staatspräsident To Lam betonte:
„Die Realität zeigt, dass kein Land diese globalen Risiken selbst bewältigen kann. Die Frage lautet: Wie lässt sich die nationale Autonomie wahren, während man gleichzeitig zum Aufbau einer gerechten, offenen und regelbasierten Weltordnung beiträgt? Genau dies ist eine Frage, die nach einer gemeinsamen Lösung zwischen Vietnam und der EU verlangt. Und ich bin fest davon überzeugt: Je mehr wir uns austauschen, desto mehr werden beide Seiten erkennen, dass wir weit mehr strategische Gemeinsamkeiten und Kernwerte teilen als Unterschiede.“
To Lam würdigte die Gründung der EU als inspirierendes Lehren dafür, wie historische Hürden überwunden und Unterschiede akzeptiert werden können, um eine gemeinsame Zukunft zu gestalten – eine Philosophie, die dem vietnamesischen Volk sehr vertraut sei. Auf dieser Basis schlug er fünf strategische Kooperationsbereiche zwischen Vietnam und der EU in der kommenden Zeit vor. Erstens sollten das politische Vertrauen und die wirtschaftliche Sicherheit gestärkt werden. Zweitens sollten Wirtschafts-, Handels- und Investitionsbeziehungen auf einem neuen Niveau institutionalisiert werden. Drittens sollte man Durchbrüche in den Bereichen Wissenschaft, Technologie, Halbleiter und Innovation erreichen. Viertens sollten die grüne Transformation und eine gerechte Energiewende vorangetrieben werden. Fünftens sollte die Zusammenarbeit in Bildung und in Begegnung der Völker beider Seiten gestärkt werden.






