Chance zur Wiederbelebung der Atomvereinbarung mit dem Iran
07/03/2023 10:40
(VOVWORLD) - Am vergangenen Wochenende ist der Generaldirektor der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Rafael Grossi, zu Gast im Iran gewesen. Dabei haben die IAEA und Teheran eine genauere Überwachung von Nuklear-Anlagen vereinbart. Es bietet sich deswegen die Chance an, den Weg für „wichtige Vereinbarungen“ im Atomstreit zu ebnen und die Nuklearvereinbarung von 2015 zwischen der P5+1-Gruppe und dem Iran wiederzubeleben.
Der Iran-Besuch des IAEA-Chefs Rafael Grossi hat im Schatten der Spannungen zwischen Teheran und der IAEA sowie dem Westen stattgefunden. Zuvor wurden laut einem IAEA-Bericht die Sorgen des Westens über das iranische Atomprogramm verstärkt. Demnach hatten Inspektoren der Behörde in einer unterirdischen iranischen Atomanlage nahe der Stadt Fordo Uranpartikel mit einem fast waffenfähigen Reinheitsgrad gefunden. Die Partikel waren nach Angaben der IAEA auf fast 84 Prozent angereichert. Zum Bau von Atombomben ist auf rund 90 Prozent angereichertes Uran notwendig. Der IAEA-Gouverneursrat mit 35 Mitgliedern hat eine Resolution am 17. November 2022 verabschiedet, um vom Iran eine dringliche Kooperation zu fordern. Mit der Resolution verlangt IAEA, dass der Iran die Urananreicherung in drei noch nicht bekannten Atomanlagen klären müsse. Aus diesem Grund gilt die Vereinbarung zur Überwachung der Atomanlagen zwischen der IAEA und dem Iran als eine Chance, die Nuklearvereinbarung JCPOA von 2015 wiederherzustellen.
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