Insgesamt hat sich die wirtschaftliche Dynamik der Provinzen und Städte in den ersten neun Monaten deutlich verstärkt.

Wachstumsimpulse aus Provinzen und Städten

Die fünf Provinzen und Städte mit dem höchsten Wachstum des regionalen Bruttoinlandsproduktes in den vergangenen neun Monaten gehörten bereits im ersten Halbjahr zu den wachstumsstärksten Kommunen.

An der Spitze liegt die Stadt Quang Ninh mit einem Wachstum von 12,54 Prozent. Allein im dritten Quartal wuchs das regionale Bruttoinlandsprodukt um 15,04 Prozent. Dazu trugen unter anderem die Auszahlung öffentlicher Investitionen, die Industrieproduktion und die Erholung des Tourismus bei, die auch Gastronomie, Beherbergung, Reiseverkehr und Transport förderte. Nguyen Thuy Yen, Vizedirektorin der Behörde für Kultur, Sport und Tourismus von Quang Ninh, erklärt:

„Wir setzen umfassende Maßnahmen um – von Werbung und Kommunikation bis hin zu politischen Mechanismen für neue Tourismusangebote und den Ausbau der Infrastruktur. Ziel ist es, den Tourismus in Quang Ninh moderner und wettbewerbsfähiger zu machen.“

Im dritten Quartal wurden in Quang Ninh zahlreiche Großprojekte gestartet. Auch die Industrieproduktion entwickelte sich dynamisch. In den ersten neun Monaten stieg der Produktionsindex für das verarbeitende Gewerbe schätzungsweise um 33,59 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Auf Quang Ninh folgten Ha Tinh, Hai Phong, Bac Ninh und Ninh Binh. Alle fünf Provinzen und Städte verzeichneten nach neun Monaten ein Wachstum des regionalen Bruttoinlandsproduktes von mehr als elf Prozent – deutlich mehr als im ersten Halbjahr.

Neue Stützen

Bemerkenswert ist, dass die Wachstumsbasis breiter wird. Neue Produktionskapazitäten entstehen, Großprojekte zeigen erste Wirkung, Dienstleistungen erholen sich und öffentliche Investitionen werden beschleunigt. Wenn mehrere Provinzen gleichzeitig neue Impulse schaffen, wird die Grundlage des landesweiten Wachstums stabiler.

Dies ist besonders wichtig, da Vietnam für dieses Jahr ein Wirtschaftswachstum von mindestens zehn Prozent anstrebt. Auch die großen Wirtschaftszentren können diese Aufgabe nicht allein bewältigen. Daher ist der Beitrag jeder Provinz und Stadt entsprechend ihren eigenen Potenzialen und Ressourcen entscheidend.

Neu ist in diesem Jahr vor allem die konkretere Zuweisung von Wachstumszielen. Der Regierungsbeschluss Nr. 169 legt für die 34 Provinzen und Städte 32 wirtschaftliche, soziale und ökologische Kennzahlen für 2026 und den Zeitraum 2026-2030 fest.

Mit messbaren Zielen steigt auch die Verantwortung. Jede Kommune muss eigene Wachstumsszenarien entwickeln, den Fortschritt verfolgen und Hindernisse frühzeitig erkennen und beseitigen. Mehr Dezentralisierung bedeutet zugleich mehr Verantwortung für die Ergebnisse eigener Entscheidungen.

In diesem Zusammenhang tritt am Donnerstag, dem 1. Oktober, das Gesetz zur Stadtentwicklung in Kraft. Es soll zusätzliche rechtliche Voraussetzungen schaffen, um Ressourcen freizusetzen und die Entwicklung zu beschleunigen. Dazu Vizeparlamentspräsident Nguyen Khac Dinh:

„Das Gesetz sieht eine stärkere und umfassendere Dezentralisierung nach dem Prinzip vor: Die Lokalbehörden handeln und tragen dafür die Verantwortung. Gleichzeitig müssen die Einheitlichkeit der nationalen Verwaltung und die verfassungsmäßigen Grundsätze der Staatsgewalt gewahrt bleiben. Besondere Fördermechanismen für die Stadtentwicklung müssen tatsächlich spezifisch und überdurchschnittlich wirksam sein.“

Die Entwicklung in den ersten neun Monaten 2026 zeigt damit eine zunehmende wirtschaftliche Dynamik der Kommunen. Die letzten Monate des Jahres werden entscheidend sein. Die Provinzen und Städte müssen ihre bestehenden Impulse nutzen, neue Stützen ausschöpfen, Investitionen beschleunigen und Produktion sowie Dienstleistungen weiter ausbauen.