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Anpassungsmaßnahmen der Stadtbewohner angesichts steigender Spritpreise
05/04/2026 07:00
[VOVWORLD] - In Vietnam üben die schwankenden Spritpreise aufgrund des Konflikts zwischen den USA und Israel sowie dem Iran einen erheblichen Druck auf die Lebenshaltungskosten der Stadtbevölkerung aus. Dies führt zu einem gesellschaftlichen Wandel. Von der Wahl der Verkehrsmittel bis hin zur Organisation des Alltags passen sich die Menschen flexibler, sparsamer und nachhaltiger an.
Anpassungsmaßnahmen der Stadtbewohner angesichts steigender Spritpreise
NSDT--Anh 1 (3).jpg Lange Schlangen an einer Tankstelle in Hanoi. (Foto: Nguyen Yen/VOV-Verkehrskanal) In den letzten Tagen sind die Fahrgastzahlen der Metro-Linien deutlich gestiegen, insbesondere zu den Stoßzeiten. Viele Menschen, die früher mit dem privaten Fahrzeug unterwegs waren, steigen nun auf den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) um. Viele Fahrgäste sind der Meinung, dass die Kombination aus Metro und Fahrrad in Zeiten hoher Benzinpreise nicht nur Kosten spart, sondern sie auch mobiler macht und gleichzeitig dazu beiträgt, Staus und Umweltbelastungen zu reduzieren. Le Hong Diep und Nguyen Thi Duyen im Wohnviertel Thanh Xuan in Hanoi gehen davon aus: „Früher bin ich mit dem Moped gefahren, und die monatlichen Benzinkosten waren ziemlich hoch.  Seitdem die Spritpreise gestiegen sind, nutze ich die Metro. Für den Weg vom Bahnhof nach Hause nehme ich das Fahrrad. Das ist nicht nur sparsamer, sondern auch weniger stressig.“ „Wegen der steigenden Benzinpreise habe ich mir dieses Klapprad gekauft.  Das Radfahren ist gut für die Gesundheit, schont die Umwelt und spart in diesen teuren Zeiten eine Menge Geld.  Früher habe ich für die 7 bis 8 Kilometer zur Arbeit mit dem Moped 30 bis 40 Minuten gebraucht, oft stand ich im Stau.  Jetzt brauche ich mit der Metro und dem Fahrrad inklusive Wartezeit nur noch 20 Minuten. Das ist effizient und kostengünstig zugleich.“ Bezüglich der Betriebsfrequenz der öffentlichen Verkehrsmittel, insbesondere der aufgeständerten Strecken, erklärt Khuat Viet Hung, Vorstandsvorsitzender von Hanoi Metro: „In den vergangenen Tagen haben wir einen Zuwachs bei den Fahrgastzahlen verzeichnet. Besonders auf den Metro-Linien, die von vielen Studierenden genutzt werden, ist das Aufkommen um 15 bis 16 Prozent gestiegen.“ nsdt-anh_2_2.jpg Hanoier Bewohner nutzen öffentlichen Personennahrverkehr. (Foto: Nguyen Yen/VOV-Verkehrskanal) In vielen Geschäften für E-Motorräder ist die Zahl der Interessenten und Käufer zuletzt deutlich gestiegen. Dao Thanh Huyen, Verkäuferin in einem Honda-Geschäft in Hanoi, sagt: „In den letzten Monaten ist der Anteil der verkauften E-Motorräder von 7 Prozent auf 10 Prozent gestiegen. Der Hauptgrund ist der Anstieg der Benzinpreise, weshalb die Menschen verstärkt auf E-Fahrräder und -motorräder umsteigen.“ Pham Anh im Wohnviertel My Dinh erklärt seine Entscheidung für ein E-Motorrad: „Angesichts der hohen Spritpreise habe ich mich für ein Elektromoped entschieden.  Das Design ist ansprechend, der Preis ist angemessen, und ich finde die Nutzung im Alltag sehr praktisch.“ Ein höherer Anteil am ÖPNV steht für eine effizientere Stadtverwaltung.  Der Anstieg der Benzinpreise wirkt in gewisser Weise als „Katalysator“ für diesen Transformationsprozess. Im modernen Stadtleben ist jede noch so kleine Veränderung ein Fortschritt. Ob durch die Nutzung der Metro, das Radfahren oder den Umstieg auf Elektromobilität – die Bürger passen sich aktiv an die Marktschwankungen an.
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