Der einzige Mangrovenwald in der Tam-Giang-Lagune - Ein wunderschönes Aquarellgemälde
04/10/2026 07:57
[VOVWORLD] - In der Laubsaison färbt sich der gesamte Mangrovenwald der Tam-Giang-Lagune in der Stadt Hue in ein leuchtendes Gelb. Er spiegelt sich im klaren, blauen Wasser und sieht so schön wie ein Aquarellgemälde aus.
In den letzten Jahren hat sich der Ru-Cha-Urwald im Wohnviertel Hoa Chau in der alten Kaiserstadt Hue zu einem neuen Touristenziel entwickelt. Er gilt als der einzige noch existierende Mangrovenwald in der Tam-Giang-Lagune – dem größten Lagunensystem in Südostasien. (Foto: Van Dinh Huy)
Mit seiner unberührten Schönheit wird Ru Cha oft von jungen Reisenden als Rückzugsort gewählt, um dem Stadtleben zu entfliehen, die Natur zu genießen und Fotos aufzunehmen. Mit dieser besonderen Atmosphäre gehört Ru Cha stets zu den 20 attraktivsten Reisezielen in Hue. (Foto: Van Dinh Huy)
In der Laubsaison wechselt das leuchtende Gelb mit Momenten ab, in denen die entlaubten Bäume im Frühnebel liegen – eine einzigartige und faszinierende Kulisse. (Foto: Van Dinh Huy)
Bewohner Sy Nhat aus dem Wohnviertel Hoa Chau der Stadt teilt mit: „Als Kind von Hoa Chau habe ich noch in keinem Jahr verpasst, wie die Bäume im Ru-Cha-Wald ihre Blätter wechseln. Was mich am meisten begeistert, ist, dass die unberührte Schönheit von Ru Cha bis heute bewahrt wird.“(Foto: Van Dinh Huy)
Der Großteil der Fläche von Ru Cha ist von Adlerholzbäumen bedeckt – einer Pflanzenart mit riesigen Wurzeln, die wie spektakuläre natürliche Skulpturen aus dem Wasser ragen. Die Einheimischen erklären den Namen so: „Ru“ bedeutet Wald und „Cha“ ist der Name vom Adlerholzbaum, der hier vor allem wächst. (Foto: Van Dinh Huy)
Ru Cha ist nicht nur der Lebensraum tausender alter Adlerholzbäumen, sondern auch von zahlreichen Wassertieren und seltenen Vogelarten. Laut der Forstbehörde der Stadt Hue ist Ru Cha für das Gesamtsystem der Tam-Giang-Lagune von ökologischer Bedeutung. (Foto: Van Dinh Huy)
Besucher Truong Hong Quan äußert seinen Eindruck: „Obwohl Ru Cha nur etwa 15 Kilometer vom Stadtzentrum Hue entfernt liegt, bietet es mir ein völlig anderes Gefühl als die hektische Stimmung in der Stadt. Es ist hier seltsam friedlich, als ob die Zeit stehen bleibt. Wenn man auf dem Betonpfad spazieren geht, der durch den Urwald schlängelt, und dem Vogelgesang lauscht, fühlt man sich wie in einer Märchenwelt.“ (Foto: Van Dinh Huy)
Laut jungen Besuchern in Hue gilt die Zeit von Februar bis September als die ideale Reisezeit. Besonders im September, wenn die Adlerholzbäume in voller Blüte stehen, verwandelt sich der Wald in eine Symphonie aus Licht und Farben mitten in der weiten Lagunen. (Foto: Van Dinh Huy)
Im Spätherbst färben sich die Blätter allmählich gelb und verströmen eine leise Melancholie, die die ganz besondere, tiefe und romantische Magie von Hue ausmacht. (Foto: Van Dinh Huy)
„Am liebsten mag ich das Gefühl, Ru Cha im September zu bewundern, wenn die Bäume im Wald ihr Laub zu wechseln beginnen. Es hat sowohl etwas von der fernöstlichen Aquarellmalerei als auch einen Hauch von europäischem Charme. In Ru Cha gibt es einen recht hohen Aussichtsturm, von dem aus man beobachten kann, wie die feuerrote Sonne in der Abenddämmerung über dem gesamten Wald und der Tam-Giang-Lagune versinkt“, fügt Sy Nhat hinzu. (Foto: Van Dinh Huy)