Priorität hat dabei der Aufbau von Wirtschafts- und Verteidigungszonen an den Küsten und auf den Inseln. Zugleich muss garantiert sein, dass die Erschließung des Meerespotenzials die Verteidigungsfähigkeit des Landes nicht beeinträchtigt. Das betonte Konteradmiral Pham Minh Tuan, stellvertretender Befehlshaber der vietnamesischen Marine bei Vietnams Meeresforum 2026, das am Freitag in Hanoi stattfand. Dabei handelte es sich um internationale Zusammenarbeit und Integration beim Aufbau Vietnams zu einer starken Meeresnation. Laut dem Konteradmiral spielt dabei die Verteidigungsdiplomatie eine Schlüsselrolle.
„Wir müssen die Vorreiterrolle unserer Verteidigungsdiplomatie auf See weiter ausbauen. Im Fokus steht dabei die praktische Zusammenarbeit: von der maritimen Sicherheit über Such- und Rettungsdienste, humanitäre Hilfe bis hin zur Bekämpfung grenzüberschreitender Kriminalität, dem Umweltschutz und dem Informationsaustausch. Dadurch stärken wir das strategische Vertrauen, beugen Konflikten vor und bewahren ein stabiles Umfeld für die Entwicklung unseres Landes.“
Professor Nguyen Chu Hoi, Vorsitzender des Verbandes für den Schutz der Meeresumwelt, erwähnte vier Faktoren, damit Vietnam zu einer starken Meeresnation werden kann.
„Erstens brauchen wir starke Institutionen. Zweitens eine schlagkräftige Meereswissenschaft und -technologie. Drittens eine starke, grüne und nachhaltige Meereswirtschaft. Und viertens eine starke Landesverteidigung, die in der Lage ist, unsere Souveränität, unsere souveränen Rechte und unsere nationale Gerichtsbarkeit auf See entschlossen zu schützen.“
Laut Professor Hoi spiegelt die aktuelle Neuordnung des maritimen Raums mit 21 Küstenprovinzen und 13 Sonderzonen ein neues Denken wider. Demnach müsse die Wirtschaftsentwicklung eng mit der Verteidigung, der Sicherheit und der maritimen Souveränität verbunden sein.



