Am diesjährigen Waldai-Diskussionsforum nahmen 120 Delegierte aus 40 Ländern und Gebieten teil.
Putin ist der Ansicht, dass sich die Welt auf ein multipolares System zubewegen soll, in dem die Interessen aller Akteure der internationalen Beziehungen berücksichtigt werden und die Sicherheit einer Nation nicht auf Kosten der Sicherheit anderer gewährleistet wird. Die Staaten sollten gemeinsam die Grundprinzipien der künftigen Weltordnung definieren, ohne Vorbedingungen zu stellen, sagte er. Präsident Putin unterstützt zudem eine Reform der Vereinten Nationen, um diese gerechter zu gestalten und Ländern aus Asien, Afrika, Lateinamerika sowie dem Nahen Osten eine größere Rolle einzuräumen.
Hinsichtlich des Konflikts mit der Ukraine betonte der russische Präsident, das Ziel müsse darin bestehen, Bedingungen für einen dauerhaften Frieden statt für einen vorübergehenden Waffenstillstand zu schaffen. In Bezug auf die Beziehungen zu Europa bekräftigte er, dass Russland niemanden bedrohe und nicht die Absicht habe, irgendein Land anzugreifen, im Falle eines Angriffs jedoch Vergeltung üben werde. Putin erklärte zudem, Moskau sei bereit, den Dialog mit Washington über die Kontrolle strategischer Waffen wiederaufzunehmen. Er würdigte die Zusammenarbeit zwischen Moskau und Peking und sagte, Russland unterstütze die Idee eines trilateralen Treffens zwischen ihm, dem chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping und US-Präsident Donald Trump.
Das Waldai-Diskussionsforum ist ein Treffen von Journalisten, Politikern, Experten, Wissenschaftlern und Personen des öffentlichen Lebens, das jährlich im Herbst in Russland stattfindet.



