Die soziale Sicherheit ist ein Grundrecht der Bevölkerung und zugleich die Verantwortung des Staates und der gesamten Gesellschaft. Sie ist auch eine direkte Investition in die Menschen und die Zukunft des Landes.

Erfolge der Armutsbekämpfung

In der Berggemeinde Song Kon in der zentralvietnamesischen Stadt Da Nang, wo mehr als 90 Prozent der Bevölkerung der ethnischen Minderheit der Co Tu angehören, haben gebündelte Mittel aus nationalen Zielprogrammen deutliche Fortschritte ermöglicht. Do Huu Tung, Vorsitzender des Volkskomitees der Gemeinde, berichtet:

„Die Gemeinde profitiert von drei nationalen Zielprogrammen, die Infrastruktur, Wirtschaftsentwicklung und neue Wirtschaftsmodelle fördern. Die Armutsquote sinkt jährlich um mehr als fünf Prozent. Das zeigt, wie sehr Partei und Staat die ethnischen Minderheiten unterstützen.“

In der Grenzgemeinde Giang Thanh in der südvietnamesischen Provinz An Giang verhilft die Kombination aus Reisanbau und Garnelenzucht vielen Familien zu einem besseren Einkommen. Tran Minh Phuc im Dorf Tra Pho sagt:

„Früher hatten die Menschen ein schweres Leben. Heute geht es uns viel besser. Der Staat hat Stromleitungen verlegt, sodass das Bewässern und der Alltag einfacher geworden sind. Die meisten Familien haben inzwischen solide Häuser.“

Auch die landwirtschaftlich geprägte Grenzgemeinde Tuyen Binh in der südvietnamesischen Provinz Tay Ninh betrachtet die Armutsbekämpfung als zentrale Aufgabe. Neben der Sicherung des Lebensunterhalts werden Wohnraum und grundlegende Versorgung gefördert. Im Dorf Ca Rung sind die meisten Familien inzwischen gut untergebracht. Tran Ba Duy aus der Dorfverwaltung erklärt:

„Derzeit gibt es noch fünf arme Haushalte, die überwiegend von der Landwirtschaft leben. In diesem Jahr unterstützt der Staat den Bau eines weiteren Hauses für eine bedürftige Familie. Die meisten armen Haushalte verfügen bereits über eine stabile Unterkunft. Für zwei Familien an der Armutsgrenze suchen wir noch Unterstützung.“

Investition in soziale Sicherung als Investition in die Zukunft

Vietnam hat mit Fördermaßnahmen in den Bereichen Wohnen, Gesundheit, Bildung und Beschäftigung wichtige Fortschritte erzielt. 2025 lag die Armutsquote bei rund 1,3 Prozent. Mehr als 99 Millionen Menschen sind krankenversichert, das entspricht 96,9 Prozent der Bevölkerung. Rund 2,5 Millionen beziehen eine Sozialrente.

Die Alterung der Bevölkerung stellt das Land jedoch vor neue Aufgaben: Bis 2036 würde mehr als ein Fünftel der Bevölkerung mindestens 60 Jahre alt sein. Auch Naturkatastrophen, Epidemien und Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt erhöhen den Bedarf an verlässlicher Unterstützung.

KPV-Generalsekretär und Staatspräsident To Lam forderte auf einer Sitzung mit der Parteileitung der Regierung am 25. August in Hanoi, das Prinzip, niemanden zurückzulassen, durch konkrete Ergebnisse umzusetzen:

„Die Regierung soll eine nationale Datenbank zur sozialen Sicherung aufbauen, die mit anderen Datenbanken verknüpft werden soll, wobei Datenschutz und die Privatsphäre gewährleistet sein müssen. Jeder Mensch soll eine Sozialakte erhalten. Zudem müssen die sozialen Sicherungsleistungen gestärkt und die Hilfspolitik reformiert werden. Überschneidende Programme sind zusammenzuführen und grundlegende Kriterien zu vereinheitlichen. Gleichzeitig brauchen die Kommunen Spielraum für besondere örtliche Herausforderungen. Die Leistungen müssen an die Mindestlebenshaltungskosten, die Preissteigerung und die Haushaltslage angepasst werden. Menschen, die unvorhergesehen in Not geraten, müssen rechtzeitig zusätzliche Hilfe erhalten.“

Ein Regierungsplan legt dafür zwei Etappen fest: Bis 2030 soll ein weitgehend digitalisiertes, mehrstufiges soziales Sicherungssystem eine soziale Grundversorgung für alle gewährleisten. Bis 2045 soll es internationale Standards entwickelter Länder erreichen – mit hochwertigen Leistungen, nachhaltiger Finanzierung und transparenter Verwaltung.

Soziale Sicherung ist damit nicht nur kurzfristige Hilfe, sondern auch eine Grundlage für gesellschaftliche Stabilität, für die Sicherung der Erfolge der Armutsbekämpfung und für nachhaltigen Wohlstand.