An den Grenzstationen entlang der Grenze bei Lang Son ist das Erlernen und Anwenden von Sprachen ethnischer Minderheiten zu einer regelmäßigen Voraussetzung für Offiziere und Soldaten geworden. Dank der Beherrschung der Sprachen ethnischer Minderheiten sind die Aufklärungsveranstaltungen nicht mehr so starr, sondern zugänglicher, leichter verständlich und auf die jeweilige Zielgruppe zugeschnitten.

Gespräche in den Sprachen ethnischer Minderheiten helfen nicht nur bei der Informationsvermittlung, sondern zeugen auch von Respekt vor der lokalen Kultur. Dies hilft, die Kluft zu verkleinern, engere Beziehungen aufzubauen und den Zugang zu Informationen zu erleichtern.

Im Dorf Chi Ma in der Gemeinde Mau Son, das über 230 Haushalte und fast 1000 Einwohner zählt, ist die Wirksamkeit der Informationsverbreitung in ethnischen Sprachen deutlich erkennbar. Das Rechtsbewusstsein der Einheimischen wurde verbessert. Die Zahl der Verstöße ging zurück. Vi Van Nhu, Parteisekretär und Dorfvorsteher des Dorfes Chi Ma, sagt:

„Die Verbreitung von Informationen in den Sprachen ethnischer Minderheiten hilft den Menschen, das Gesetz zu verstehen, das Bewusstsein dafür zu verbessern und Gewohnheiten zu entwickeln, die ein gesetzeskonformes Leben und Arbeiten ermöglichen. Die Grenzoffiziere und -soldaten sprechen die Tay-Sprache und verstehen sich gut mit den Einheimischen, weshalb sie bei diesen sehr beliebt sind. Die älteren Menschen betrachten die Grenzbeamten als ihre eigenen Kinder und Enkelkinder. Jugendliche und Kinder behandeln sie wie Brüder, Freunde und Gleichaltrige.“

Die Grenzschutzstation Chi Ma organisiert jedes Jahr 60 bis 70 Informationsveranstaltungen zum Thema Recht und zog rund 3.000 Teilnehmer auf sich. Darüber hinaus wurde der Aufklärungsinhalt sowohl in der Mehrheitssprache als auch in den Sprachen ethnischer Minderheiten über die Lautsprecheranlage verbreitet. Oberstleutnant Tran Trong Toi, Politischer Offizier der Grenzschutzstation Chi Ma, erklärt:

„Eine unserer Aufgaben ist es, mit den Einheimischen ihre Sprache zu sprechen. Jeder Offizier und Soldat versteht die Notwendigkeit des Selbststudiums und fühlt sich dafür stärker verantwortlich, um die Aufklärungsarbeit durchführen zu können. Durch verschiedene Methoden haben wir die Einheimischen ermutigt, sich gemeinsam mit den Grenzschützern am Schutz der Grenzlinie zu beteiligen.“

Kürzlich fand der Tay-Sprachwettbewerb 2026 für Grenzschutztruppen unter Beteiligung zahlreicher Einheiten statt. Oberst Le Minh Tien, stellvertretender Kommandeur der Grenzschutztruppe der Provinz Lang Son, sagt:

„Das Erlernen von Sprachen ethnischer Minderheiten im Allgemeinen und der Tay-Sprache im Besonderen ist eine politische Maßnahme und eine entscheidende Richtlinie des Grenzschutzkommandos. In den vergangenen Jahren hat die Grenzschutztruppe der Provinz Schritte eingeleitet, damit ihre Offiziere und Soldaten die Sprachen ethnischer Minderheiten effektiv hören, verstehen und anwenden können, um so ihre Aufgaben zum Grenzschutz gut zu erfüllen.“

In den Grenzdörfern von Lang Son werden nachmittags über Lautsprecher Aufklärungsbotschaften in der Sprache verbreitet, die die Einheimischen seit Generationen hören, verstehen und der sie vertrauen. Durch einfache Worte in ihrer Muttersprache wird das Bewusstsein der einheimischen Menschen schrittweise verbessert, was dazu beiträgt, Gesetzesverstöße zu reduzieren und Sicherheit und Ordnung aufrechtzuerhalten. Die indigenen Sprachen bilden eine wichtige Brücke und tragen dazu bei, das Vertrauen der Menschen in den Grenzgebieten zu stärken.