[VOVWORLD] - Nach dem Doppelbeben am 24. Juni in Venezuela ist die Suche nach Überlebenden in den Trümmern auf Hochtouren verlaufen. Bei den gemeinsamen internationalen Bemühungen zur Unterstützung des von der Naturkatastrophe betroffenen Landes sind vietnamesische Rettungskräfte im Epizentrum eingetroffen.
Pünktlich um 12:15 Uhr am 29. Juni trafen 124 Offiziere und Soldaten des Verteidigungsministeriums und des Ministeriums für Öffentliche Sicherheit sowie Dutzende Tonnen Ausrüstung, Spezialfahrzeuge, Rettungshunde und Hilfsgüter für Such-, Rettungs- und humanitäre Einsätze am internationalen Flughafen Simón Bolívar in der venezolanischen Maiquetía ein. (Foto: Ministerium für Öffentliche Sicherheit)
(Foto: Ministerium für Öffentliche Sicherheit)
Unmittelbar nach der Ankunft organisierte die Delegation eine Erkundung des Gebiets Playa Grande im Bundesstaat La Guaira. (Foto: Ministerium für Öffentliche Sicherheit)
Das Gelände in Playa Grande barg nach der Katastrophe weiterhin hohe Sicherheitsrisiken durch eingestürzte Betonblöcke, instabile Strukturen und die ständige Gefahr von Nachrutschen. (Foto: Ministerium für Öffentliche Sicherheit)
Fünf Suchteams wurden gebildet, die in Kooperation mit den lokalen Einsatzkräften ein etwa 2,2 Quadratkilometer großes Gebiet absuchten. (Foto: Vietnamesisches Rettungsteam)
(Foto: Vietnamesisches Rettungsteam)
Bereits am ersten Suchtag lokalisierten die vietnamesischen Rettungskräfte 13 mutmaßliche Fundorte von Verschütteten. Alle 13 Leichen konnten aus den eingestürzten Gebäuden geborgen und den venezolanischen Behörden übergeben werden. (Foto: Vietnamesisches Rettungsteam)
Mitglieder des Such- und Rettungsteams im unwegsamen Gelände. (Foto: Ministerium für Öffentliche Sicherheit)
Das vietnamesische Rettungsteam war fest entschlossen, den Einsatz erst zu beenden, nachdem alle Suchmöglichkeiten restlos ausgeschöpft waren. (Foto: Ministerium für Öffentliche Sicherheit)
Ein vietnamesischer Soldat ermutigt einen venezolanischen Einwohner. (Foto: Vietnamesische Volksarmee)
Am 3. Juli besuchte die venezolanische Interimspräsidentin Delcy Rodríguez die vietnamesische Delegation. (Foto: Verteidigungsministerium)
Dem vietnamesischen Rettungsteam wurde der Orden „Held von Venezuela“ erster Klasse verliehen und seine Mitglieder erhielten den Orden „Held von Venezuela“ zweiter Klasse. (Foto: Ministerium für Öffentliche Sicherheit)
Das Team übergab der venezolanischen Seite medizinische Ausrüstung, Medikamente, Lebensmittel, Zelte sowie Spenden in Höhe von 15.000 USD zur Unterstützung der Bevölkerung bei der Bewältigung der Katastrophenfolgen. (Foto: Ministerium für Öffentliche Sicherheit)
Die Delegation besucht Kinder in der von den Erdbeben betroffenen Region. (Foto: Vietnamesische Volksarmee)
Obwohl der materielle Wert nicht groß war, hat die rechtzeitige Präsenz und Hilfe des Teams den Menschen im Gastland in ihren schwersten Momenten enorme moralische Stärke verliehen. (Foto: Ministerium für Öffentliche Sicherheit)
Nach fast zwei Wochen der Suche nach Erdbebenopfern verließen die 124 vietnamesischen Offiziere und Soldaten von Armee und Polizei La Guaira und kehrten am 11. Juli nach Vietnam zurück.
Nach neuesten Angaben ist die Zahl der Todesopfer nach dem Doppelbeben vom 24. Juni in Venezuela auf mindestens 3.811 gestiegen. Zudem gibt es 16.740 Verletzte und 17.907 Obdachlose.
Während der fast zweiwöchigen Such- und Rettungseinsätze im Gebiet Playa Grande hat das vietnamesische Rettungsteam 57 Leichen aus den Trümmern geborgen und den lokalen Behörden übergeben.
Partei, Staat und das vietnamesische Volk haben beschlossen, eine humanitäre Soforthilfe in Höhe von 300.000 US-Dollar bereitzustellen, um der Regierung und dem Volk Venezuelas bei der Bewältigung der Katastrophenfolgen zu helfen.