Im Ba-Be-Nationalpark öffnet sich die Hua-Ma-Höhle wie ein Tor zu einer anderen Welt, in der Licht, Schatten und Stalaktiten zu einer Sinfonie aus Felsen und Zeit verschmelzen.

Der Weg zur Höhle ist nicht zu lang, aber lang genug, dass die Besucher die Veränderung des Raumes deutlich spüren können. Die Hua-Ma-Höhle ist über 700 Meter lang und etwa 50 Meter hoch. Der Innenraum ist in viele große und kleine Kammern unterteilt, wodurch eine abwechslungsreiche Landschaft entsteht. Diese Struktur verleiht der Höhle ein Gefühl von Tiefe und Weite. Eine französische Besucherin bewundert die Schönheit der Hua-Ma-Höhle:

„Diese Höhle ist mit ihren leuchtenden Farben großartig. Das rote, orange und grüne Lichtspiel ist wunderschön. Wir können jedes Detail der Stalaktiten deutlich erkennen.“

Vom Höhleneingang aus eröffnet sich unerwartet ein riesiger Raum. Die Decke ragt hoch empor. Die Stalaktiten hängen wie weiche Seidenbänder herab und schimmern im sanften gelben Licht. Manche sehen wie gefrorene Wasserfälle, andere wiederum wie Herden von Elefanten und Hirschen aus, die still durch die Stille der Zeit ziehen.

Je tiefer man in die Hua-Ma-Höhle geht, desto schöner sieht die Höhle aus. Millionen Jahre alte Stalaktitensäulen ragen aus der Erde empor und verbinden sich wie die Säulen eines „natürlichen Palastes“ mit der Höhlendecke. Viele Besucher haben die Höhle als ein „lebendiges Skulpturenmuseum“ ohne Beteiligung menschlicher Hände bezeichnet. Doch ist jedes Detail unglaublich perfekt. Die Besucherin Bui Thi Hong Hanh aus der Stadt Hanoi freut sich:

„Ich habe bereits zahlreiche Höhlen in bergigen Gebieten im Nordosten und Nordwesten besichtigt. Ich bin von der Hua-Ma-Höhle sehr beeindruckt. Das Innere der Höhle ist sehr flach. Es ist einfach, die Landschaften rund um die Höhle zu erkunden, ohne klettern zu müssen.“

Auch der Besucher Dang Van Khang aus Hanoi interessiert sich für die Entdeckung der Hua-Ma-Höhle:

„Die Hua-Ma-Höhle ist eine natürliche Höhle. Der Weg zur Höhle ist etwas schwierig und erfordert einen Aufstieg in einer Tiefe von 700 Metern. In der Höhle befinden sich zahlreiche alte und natürliche Stalaktiten.“

Neben der natürlichen Schönheit ist die Hua-Ma-Höhle auch für die Volkssagen der Einheimischen bekannt. In der Sprache der Volksgruppe der Tay bedeutet „Hua Ma“ der „Pferdekopf“. Der Legende nach wohnten rachsüchtige Geister einst in dieser Höhle und veranlassten die Menschen früher dazu, sich vor ihr zu fürchten. Im Laufe der Zeit hat sich die Höhle von einem mystischen und spirituellen Ort zu einem attraktiven Reiseziel entwickelt und der Region Möglichkeiten zur wirtschaftlichen Entwicklung eröffnet. Um die Höhlenwerte im neuen Kontext zu bewahren und zu fördern, habe die Tourismusbranche der Provinz Thai Nguyen zahlreiche einheitliche Maßnahmen ergriffen, sagt Nguyen Hong Lien, Mitarbeiterin des Zentrums für Tourismusförderung der Provinz Thai Nguyen:

„Viele Touristen haben die Hua-Ma-Höhle als die schönste und natürlichste Höhle im Nordosten bezeichnet. Die Anlage wurde renoviert und mit Bänken und Ruhezonen ausgestattet, damit sich die Besucher nach ihrer Tour ausruhen können. Aktuell sind in der Höhle zahlreiche Beleuchtungssysteme installiert, um den Besuchern die Besichtigung zu erleichtern und die ruhige, geheimnisvolle und uralte Schönheit von Hua Ma besser zur Geltung zu bringen.“

Die Aufnahme der Hua-Ma-Höhle in die touristische Landkarte soll dazu beitragen, die Zahl der Besucher zu erhöhen und den Lebensunterhalt für Lokalbewohner zu schaffen. Die Dienstleistungen und Reiseführer vor Ort sowie die gemeinschaftsbasierten Tourismusprodukte entwickeln sich schrittweise und bringen den Einheimischen ein stabiles Einkommen.

Die Hua-Ma-Höhle ist allmählich zu einem touristischen Highlight in Thai Nguyen geworden. Diese Entwicklung ist jedoch nur nachhaltig, wenn jeder Schritt mit dem Schutz der Höhle verbunden ist.