Ho-Chi-Minh-Stadt trägt derzeit etwa 23 Prozent zum nationalen Bruttoinlandsprodukt und fast 30 Prozent zu den Staatseinnahmen bei. Die Stadt dient gleichzeitig als Finanz-, Wissenschafts- und Technologiezentrum und spielt die Rolle eines Wachstumspols mit weitreichenden Einflüssen.
Die 51-jährige Entwicklungsgeschichte brachte jedoch auch viele Herausforderungen mit sich, die die Stadt dazu zwangen, ihr Managementdenken kontinuierlich zu erneuern und eine nachhaltige Entwicklung anzustreben. Ho-Chi-Minh-Stadt setzt derzeit spezifische Mechanismen und Strategien ein, um neue Wachstumstreiber zu schaffen. Dementsprechend positioniert sich die Stadt mit drei Säulen neu: qualitativ hochwertige Finanz- und Handelsdienstleistungen, Hightech-Industrien und Logistik, die mit regionalen und internationalen Wertschöpfungsketten verknüpft ist. Der Vorsitzende des Volkskomitees von Ho-Chi-Minh-Stadt, Nguyen Van Duoc, betont:
„Eine nachhaltige Entwicklung kann nur erreicht werden, wenn regionale Wirtschaftsräume angemessen organisiert und Wertschöpfungsketten effizient verteilt sind. In dieser Struktur wird Ho-Chi-Minh-Stadt als Hauptarchitekt, koordinierendes und führendes Zentrum für regionale Verbindungen sowie als Drehscheibe für Finanzen, Technologie und hochwertige Dienstleistungen fungieren. Die Stadt wird ein Ort sein, an dem Produktion, Logistik und Hightech-Landwirtschaft miteinander verbunden, verbreitet, harmonisch verteilt werden und sich gemeinsam weiterentwickeln.“
Die Stadt hat einen Plan zur Ausarbeitung eines besonderen Stadtgesetzesentwurfs veröffentlicht. Ziel ist es, einen besseren Rechtsrahmen zu schaffen und Hindernisse in den Bereichen Institutionen, Land, Planung und Investitionen zu beseitigen, um sich zu einer Megastadt zu entwickeln. Der Gesetzentwurf soll in diesem Jahr dem Parlament vorgelegt werden. Dazu Doktor Do Phu Tran Tinh von der Universität für Wirtschaft und Recht der Nationalhochschule von Ho-Chi-Minh-Stadt:
„Das besondere Stadtgesetz konzentriert sich auf drei Kernpunkte: die Gewährung echter Autonomie, einen experimentellen institutionellen Rahmen und einen rechtlich wettbewerbsfähigen Rahmen. Ziel ist es, die Entwicklung der Finanzzentren zu fördern. Diese drei Säulen werden neue Entwicklungschancen eröffnen, Engpässe beseitigen und vor allem strategische Investoren mit einer langfristigen Vision für Ho-Chi-Minh-Stadt gewinnen.“
Mit dem Prinzip, den Stadtverwaltungen volle Autonomie zu gewähren, wird das besondere Stadtgesetz als institutionelle Investition in das nationale Wachstum angesehen. Der Vorsitzende des Stadtvolkskomitees, Nguyen Van Duoc, weiter:
„Die Stadt wird proaktiv flexiblere Mechanismen einführen, die ihrer Rolle, ihrem Umfang und ihren Beiträgen angemessen sind. Die institutionelle Reform wird nicht nur zu einer effizienteren Stadtverwaltung beitragen, sondern auch praxisnahe Modelle schaffen, die landesweit Anwendung finden können.“
Ho-Chi-Minh-Stadt beschleunigt außerdem den Fortschritt wichtiger Verkehrsprojekte, wie etwa des U-Bahn-Systems, der Ringstraßen und der überregionalen Schnellstraßen. Ziel ist es, dass die Stadt bis 2030 über mindestens 187 km U-Bahn-Netz und bis 2045 etwa 700–1000 km verfügt. Nguyen Quoc Hien, stellvertretender Leiter der Verwaltungsabteilung der Stadtbahn von Ho-Chi-Minh-Stadt, bekräftigt:
„Die U-Bahn ist die Lebensader und das Rückgrat der Stadt, daher muss diese Infrastruktur nach höchsten Standards gebaut werden. U-Bahn-Systeme bilden die Grundlage und Triebkraft der Stadtentwicklung. Deshalb müssen sie mit wichtigen Knotenpunkten, nationalen Verkehrsnetzen, nationalen Eisenbahnlinien, Seehäfen und Großstädten verbinden.“
In den vergangenen Jahren hat das Politbüro zahlreiche Beschlüsse verabschiedet, die die strategische Ausrichtung vorgeben und günstige Bedingungen für Ho-Chi-Minh-Stadt schaffen, um ihre Wachstumstreiber voll auszuschöpfen. Mit seiner Dynamik, Kreativität, seinem Pioniergeist und der strategischen Ausrichtung der Partei und des Staates wird Ho-Chi-Minh-Stadt auch weiterhin seine führende Position behaupten und das ganze Land auf dem Weg der nachhaltigen Entwicklung und der internationalen Integration begleiten.



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