Aus diesem Anlass zog Vize-Außenminister Ngo Le Van in einem Presseinterview eine positive Bilanz. Vietnam habe sich von einem Hilfsempfänger zu einem Partner und Initiator entwickelt. Die Beziehungen zwischen Vietnam und der UNESCO würden als eins der erfolgreichen, dynamischen und effektiven Kooperationsmodelle betrachtet.

Für das kommende halbe Jahrhundert skizzierte der Vize-Außenminister vier strategische Schwerpunkte: Erstens will Vietnam eine Schlüsselrolle in der Internationalen Dekade der Kultur im Dienst der nachhaltigen Entwicklung (2027–2036) einnehmen. Zweitens strebe das Land eine stärkere Präsenz in den UNESCO-Mechanismen an, um das internationale Image zu fördern und nationale Interessen zu wahren. Drittens würden lokale Behörden intensiv dabei unterstützt, neue UNESCO-Titel erfolgreich zu beantragen. Und viertens plane Vietnam, künftig eigene Initiativen vorzuschlagen und als Gastgeber für internationale UNESCO-Großveranstaltungen aufzutreten.