In der Ambulanz des Militärkrankenhauses 354 zeigen elektronische Bildschirme die Patientenreihenfolge an. In den Händen der Wartenden finden sich keine Untersuchungshefte mehr. Stattdessen genügt der nationale Personalausweis mit integrierter Identifikationsnummer.
„Früher mussten wir Wartenummer ziehen und in langen Schlangen warten. Heute können wir uns direkt am Empfang anmelden.“
„Die Abläufe sind hier sehr schnell. Morgens werden Labortests gemacht, und schon am Nachmittag kann ich meine Medikamente abholen.“
Oberstleutnantin Ngo Thi Dao, Leiterin der Ambulanz, teilt mit:
„Sobald ein Patient für Labortests oder bildgebende Verfahren angemeldet ist, werden alle Daten durch das Scannen des Barcodes sofort im System synchronisiert. Die Ergebnisse werden in Echtzeit an die Computer der Ärzte übermittelt.“
Dank der Technologie verfügen Ärzte innerhalb von Sekunden über die vollständige elektronische Patientenakte. Dazu Major Tran Anh Dung, IT-Leiter des Krankenhauses 354:
„Durch das Scannen des Ausweises und die Gesichtserkennung werden die Daten mit der nationalen Datenbank abgeglichen. Das System unterstützt den Patienten dabei, die für seine Untersuchung geeignete Fachabteilung selbst auszuwählen und sich direkt zu melden.“
Im Militärkrankenhaus 175 gehören Telekonsultationen mittlerweile zum klinischen Alltag. Patienten auf abgelegenen Inseln können über Bildschirme direkt mit führenden Experten des Krankenhauses verbunden werden. Geografische Distanzen, die einst ein großes Hindernis für die Militärmedizin darstellten, werden nun zunehmend überbrückt und eröffnen vielen Schwerstkranken neue Überlebenschancen.
Arzt Truong Trung Hieu vom Zentrum für Bilddiagnostik im Militärkrankenhaus 175 sagt:
„Die Integration künstlicher Intelligenz (KI) hat uns geholfen, die Vorbereitungszeit pro Patient um 30 bis 40 Prozent zu senken. Früher mussten wir uns rein auf Berufserfahrung und manuelle Lasermarkierungen verlassen, um den Patienten im Scan-Bereich zu positionieren. Heute übernimmt die KI diese Präzisionsarbeit.“
Digitale Transformation dient nicht nur den Streitkräften. Sie tragen auch maßgeblich zur Entlastung des zivilen Gesundheitssystems bei, insbesondere bei Epidemien.
Oberst Ha Duy Duong, Direktor des Militärkrankenhauses 354, bekräftigt:
„Die Digitalisierung bringt enorme Vorteile. Wir können Daten präzise speichern und abrufen, was medizinische Fehler drastisch reduziert. Die Digitalisierung unterstützt Mediziner bei der bildgebenden Diagnostik und ermöglicht die Früherkennung verschiedener Krankheitsbilder. Besonders wichtig ist die Entstehung von Big Data. Dies ermöglicht uns ein weitaus effizienteres Gesundheitsmanagement.“
Trotz des digitalen Wandels bleibt der Kern der Militärmediziner unverändert: Hingabe, Präzision und ständige Einsatzbereitschaft. Doch nun eröffnen Geschwindigkeit, Datenverfügbarkeit und Vernetzung ein neues Kapitel. Die Digitalisierung in Militärkrankenhäusern ist heute eine zwingende Voraussetzung, um die medizinische Qualität zu sichern und die Kampfbereitschaft der vietnamesischen Armee zu stärken.



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