Der Lien-Chieu-Hafen wird als integrierter Logistikkomplex entwickelt, der modernste Lagersysteme und Distributionszentren umfasst. Das auf zehn Jahre angelegte Projekt verfolgt die Vision eines „grünen und intelligenten Hafens“. Durch Digitalisierung und Einsatz technologischer Lösungen sollen Emissionen gesenkt und der Umweltschutz aktiv gefördert werden. Die Inbetriebnahme der ersten Phase ist für das Jahr 2029 geplant, mit einer jährlichen Umschlagkapazität von rund 74 Millionen Tonnen. Der Hafen wird in der Lage sein, gleichzeitig mehrere der weltweit größten Containerschiffe abzufertigen.

Dinh Hai Tuan, Vorsitzender des Automobiltransportverbandes der Stadt Da Nang:

„Mit der Inbetriebnahme des Hafens Lien Chieu wird ein neues Logistik-Ökosystem entstehen, das die Schaffung von Containerdepots sowie spezialisierten Infrastrukturen für Logistikdienstleistungen in der Region Lien Chieu umfasst.“

Das Projekt des Lien-Chieu-Containerhafens wird von der Hateco Group und vom APM Terminals B.V. aus den Niederlanden umgesetzt. Dazu Tran Van Ky, Vorstandschef der Hateco Group:

„Bei einem Projekt von solch strategischer Tragweite wie dem Lien-Chieu-Hafen stehen nicht nur die Investitionseffizienz im Fokus, sondern auch vor allem die strikte Disziplin bei der Bauqualität sowie ein langfristiger Beitrag zur sozioökonomischen Entwicklung der Stadt. Wir verpflichten uns zu einer fristgerechten und planmäßigen Umsetzung, um die Qualität und Effizienz dieses Projektes zu gewährleisten.“

Der Lien-Chieu-Hafen soll nicht nur einer der modernsten Containerhäfen Vietnams sein. Er soll sich ebenfalls in das Finanzzentrum, Industrieparks, eine Exportproduktionszone und eine Freihandelszone integrieren. Vizepremierminister Pham Gia Tuc erklärt:

„Der Lien-Chieu-Containerhafen ist nicht nur ein Infrastrukturprojekt, sondern auch ein strategisches Glied der nationalen und internationalen Wertschöpfungsketten. Dieses Projekt wird Da Nang zu einer wohlhabenden Hafenstadt umwandeln und damit einen wichtigen Beitrag zum gemeinsamen Wachstum des Landes leisten.“

Besonders hervorzuheben ist, dass der Lien-Chieu-Hafen das östliche Tor des Ost-West-Wirtschaftskorridors ist. Dies ermöglicht eine direkte Verbindung mit Laos, Thailand und Myanmar. Zudem schafft die unmittelbare Nähe zu den internationalen Schifffahrtsrouten im Ostmeer ideale Voraussetzungen, damit der Hafen nicht nur inländische Waren umschlägt, sondern sich auch als fester Bestandteil in globale Umschlagnetzwerke integriert. Marcello Piazza, ein Vertreter des weltweit führenden Logistikunternehmens JAS Worldwide, ist der Meinung:

„Vietnam fungiert als Leuchtturm für die regionale Logistik und ermöglicht seinen Nachbarstaaten den Zugang zur Infrastruktur, insbesondere zu den Seehäfen. Dass alle Mekong-Anrainerstaaten Freihandelsabkommen unterzeichnet haben, ermöglicht es Vietnam, sich zu einem Logistikzentrum in der Region zu entwickeln, das in den nächsten 10 bis 15 Jahren eine strategische Schlüsselrolle auf der internationalen Logistikbühne spielen wird.“

Der Lien-Chieu-Hafen ist nicht nur ein Infrastrukturprojekt, sondern auch ein strategischer Schritt, mit dem sich Vietnam zu einem Logistikzentrum in der Region und der Welt entwickeln kann.